Die Maternkapelle Die Maternkapelle ist ein romanisches Bauwerk, das - wenn auch mehrfach verändert -, aus dem 11. Jahrhundert stammt. Sie gilt als Stiftung des Domprobstes Poppo, der um 1016 Bischof von Trier wurde und dem dort hochverehrten Hl. Maternus (Mitte 4. Jahrhundert), ebenfalls Bischof von Trier, dann von Köln und Tongern, in Bamberg eine, zuweilen auch dem Hl.Geist, geweihte Kapelle stiftete. Sie könnte das Gotteshaus des alten Dompapitelspitals gewesen sein. Eben jenes, das im 12./13. Jahrhundert die Nonnen von St.Theodor (jetzt Karmelitenkloster) betreuten und dieses wohl auch näher an ihr Kloster zogen. Das in der Wand eben der Kapelle eingelassene Wappen der Tockler stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das Kirchlein wurde 1804 im Rahmen der Säkularisation versteigert. Es diente danach profanen Zwecken. Unter anderem als Lagergebäude und als Seifensiederei. 1904 erwarb Erzbischof von Schork (1890 - 1905) die Maternkapelle zurück und übereignete sie 1905 dem Metropolitankapitel. Eine 1929 im Domkapitelhaus erfolgreiche und beeindruckende Krippenschau veranlaßte 1930 den damaligen Weihbischof Dr. Adam Senger, dem Verein Bamberger Krippenfreunde die Maternkapelle als Ausstellungsraum zu überlassen. Seither gilt sie jedes Jahr als höchst reizvoller Wallfahrtsort der Krippenfreunde aus nah und fern. In der Karte können Sie die Lage der Kapelle sehen und sich, wenn gewünscht, die Anfahrtsroute direkt berechnen lassen. Die Adresse der Kapelle ist Maternstraße 10. Es empfiehlt sich allerdings ein Besuch ohne Auto, da die Parkplätze in der Umgebung sehr knapp sind. Von der Innenstadt erreichen sie die Ausstellung bei einem gemütlichen Fußmarsch in nur 10 Minuten.   Foto: Michael Spönlein

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